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516.301 (22S) Fachwissenschaftliches MA-Seminar: Medien und Literalität

Sommersemester 2022

Anmeldefrist abgelaufen.

Erster Termin der LV
04.03.2022 17:00 - 20:00 Online Off Campus
... keine weiteren Termine bekannt

Überblick

Bedingt durch die COVID-19-Pandemie können kurzfristige Änderungen bei Lehrveranstaltungen und Prüfungen (z.B. Absage von Präsenz-Lehreveranstaltungen und Umstellung auf Online-Prüfungen) erforderlich sein.

Weitere Informationen zum Lehrbetrieb vor Ort finden Sie unter: https://www.aau.at/corona.
Lehrende/r
LV Nummer Südostverbund DEO01001UL
LV-Titel englisch Seminar on Specific Topics: Media and literacy
LV-Art Seminar (prüfungsimmanente LV )
LV-Modell Onlinelehrveranstaltung
Semesterstunde/n 2.0
ECTS-Anrechnungspunkte 4.0
Anmeldungen 21 (25 max.)
Organisationseinheit
Unterrichtssprache Deutsch
LV-Beginn 04.03.2022
eLearning zum Moodle-Kurs

Zeit und Ort

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LV-Beschreibung

Intendierte Lernergebnisse

Kenntnisse über die Zusammenhänge und Wechselwirkungen von Medien und Literalität bzw. über textuelle Praktiken und Kulturen in unterschiedlichen Epochen, Kenntnisse über die Funktionsweisen und die Gestaltung medialer und auch literarischer Texte bzw. Kommunikate in Text-Bild-(Ton)-Form, kritische Medienrezeption unter Miteinbezug unterschiedlichster Kontexte und Schärfung der Medienkompetenz im Allgemeinen sowie Reflexion über die Wirkung des jeweiligen Mediums bzw. der jeweils verwendeten Modi im Speziellen ("media literacy" und "multimodal literacy"), Kenntnisse unterschiedlichster sprachwissenschaftlicher und sprachphilosophischer Perspektiven betreffend massenmediale nicht-lineare bzw. multimodale Texte und deren unterschiedlichste Darstellungsformen bzw. deren Textdesign und deren Textwirkung (auch im Kontext der Social Web Kommunikation), Kenntnisse von frühen Formen von nicht-linearen Texten bzw. Vorläufern von multimodalen Texten, Kenntnisse bezüglich dynamisch-pragmatischer Zeichentheorien sowie Kenntnisse der Grundzüge der Social Semiotics (Multimodalitätstheorien), Entwicklung eines reflektierten Umgangs mit Text-Bild-Ton-Konglomeraten bzw. multimodalen (massen-)medialen Texten

Persönlichkeits- und Sozialkompetenz: Medienkompetenz, kommunikative Kompetenz, Reflexionsfähigkeit

Im Zentrum der Lehrveranstaltung stehen multimodale mediale Texte bzw. Kommunikate (also etwa Text-Bild-Ton-Konglomerate, d.h. Texte zusammengesetzt aus unterschiedlichsten semiotischen Modi) und dabei insbesondere deren potentielle Funktionen und Wirkungen im Zusammenhang damit werden auch unterschiedlichste Multimodalitätstheorien vorgestellt werden. Diskutiert werden u. a. Texte aus den Printmedien und aus der Werbung, Text-Bild-Ton-Konglomerate aus Film und Fernsehen sowie Texte aus dem WWW und Web 2.0 bzw. Social Web. Zudem werden auch Texte aus dem Literatur- und Kunstbereich Betrachtung finden, wobei hier unter anderem auch Fragen der „Schriftbildlichkeit“ thematisiert werden. Das Textdesign und die Textwirkung von Text-Bild- bzw. Text-Bild-Ton-Konglomeraten auf unterschiedlichsten Trägermedien sowie die fortwährende Sozialisierung mit neuen medialen Erscheinungsformen und der reflektierte Umgang mit denselben stellen unter dem Konzept der „media literacy“ einen der primären Themenkreise dieser Lehrveranstaltung dar – in den Mittelpunkt der Betrachtung rückt damit natürlich auch, gerade auch wenn es um die Rezeption von multimodalen Texten geht, der Aspekt der Medienkompetenz (auch im Kontext der Social Web Kommunikation und der Fake-News-Debatte). Im Zusammenhang mit dem Themenkreis „Medien und Literalität“ wird zudem auch ein Blick zurück auf die Geschichte der Medien geworfen (beginnend etwa bereits bei Platons Schriftkritik) - es wird die Entwicklung von der Oralität zur Literalität thematisiert sowie ein Blick auf frühe Formen von nicht-linearen bzw. multimodalen Texten aus unterschiedlichsten Domänen geworfen werden.


Lehrmethodik inkl. Einsatz von eLearning-Tools

Die LV wird als Online-LV mit sowohl synchronen als auch asynchronen LV-Einheiten abgehalten (nähere Infos dazu folgen).

Inhalt/e

Medien sind ubiquitär geworden und multimodale Texte erscheinen als die prototypische Textform der gegenwärtigen massenmedialen Kommunikation ("multimodal turn"). Jeder Rezipient nimmt im Alltag täglich zahllose (massen-)mediale, vorwiegend nicht-lineare Texte – also nicht sequentielle Textformen ohne festen Anfang und ohne festes Ende –, Bilder und andere Zeichen bzw. multimodale Zeichengebilde wahr. Die (neuen) Medien sowie die sich in ihnen entwickelnden Konstitutions- und Darstellungsformen von Wissen prägen unsere Sicht der Welt und beeinflussen unser soziales, kulturelles und gesellschaftliches Handeln. Im Zusammenhang damit sind sowohl traditionelle Konzepte der „Literalität“ als auch die sich stets verändernden bzw. ganz generell neuere Fragen der „media literacy“ zu diskutieren und unter einem Metablickwinkel zusammenzuführen. Denn aufgrund dessen, dass wir in zunehmendem Maße das, was wir wahrnehmen und kommunizieren, mithilfe der Medien bzw. durch diese wahrnehmen und kommunizieren, kann die zentrale Rolle von Printmedien, Radio, Fernsehen und vor allem und gerade auch die des Universalträgermediums Internet – in Bezug auf das Leben eines jeden Einzelnen und insbesondere auf die Gesellschaft als Kollektiv – gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Der kognitive und kommunikative Umgang mit den neuen medientechnischen Möglichkeiten erfordert jedoch – sowohl auf Produzenten- als auch auf Rezipientenseite – auch ein spezielles Wissen, respektive spezielle Kenntnisse über die Nutzung der neuen Medien und damit zugleich auch ein Bewusstsein über die ihnen inhärenten Manipulationspotentiale. Die angesprochene Medienkompetenz umfasst also keineswegs nur die Beherrschung technischer Fähigkeiten im Umgang mit Medien, sondern vor allem und insbesondere ein Metawissen bezüglich unterschiedlichster massenmedialer Darstellungsformen (spezifische Charakteristika und Wirkungen unterschiedlichster kommunikativer Modi, wie Text, Bild etc.) und auch ein reflektiertes Herangehen an die Rezeption (massen-)medialer Texte im Wissen um deren Eingebettetsein in unterschiedlichste Kontexte (kulturelle, institutionelle, ökonomische etc.) und die daraus resultierenden Wechselwirkungen und Dynamiken. In der Lehrveranstaltung werden in Hinblick auf diese Tatsache und mit einem Fokus auf das für Medienprodukte des 21. Jahrhunderts speziell im Bereich der Printmedien und der elektronischen Medien typische multimodale Textdesign theoretische Fragestellungen problematisiert bzw. diskutiert und zudem wird auch praktisch mit nicht-linearen bzw. multimodalen Texten gearbeitet, auch um semiotische Prinzipien aufzuzeigen, die solchen multimodalen Kommunikaten zugrunde liegen, sodass deren wissenskonstituierende, aber zugleich auch potentiell manipulative Kraft erkennbar wird und letztendlich sowohl die Gestaltung solcher Texte als auch deren Rezeption bewusster angelegt werden kann (vgl. dazu auch das Konzept der „media literacy“). Es soll sowohl ein Überblick über die Entwicklung linguistischer bzw. auch sprachphilosophischer Beschäftigung mit dem Thema gegeben als auch über diesbezüglich aktuelle Untersuchungen diskutiert werden. Es werden in diesem Kontext sowohl medientheoretische und mediengeschichtliche als auch textlinguistische, semiotische und pragmatische Ansätze vor allem auch in Bezug auf neue Medien vorgestellt und kritisch betrachtet werden. Die Betrachtung beginnt aber grundsätzlich bereits bei Texten aus der Manuskriptkultur – thematisiert wird im Zuge dessen auch der Übergang von der Oralität zur Literalität – und geht hin bis zur Analyse von neuen Textsorten bzw. komplexen Konzepten der "media literacy" im Kontext der neuen Medien (nicht zuletzt auch im Kontext der Fake-News-Debatte).

Prüfungsinformationen

Im Fall von online durchgeführten Prüfungen sind die Standards zu beachten, die die technischen Geräte der Studierenden erfüllen müssen, um an diesen Prüfungen teilnehmen zu können.

Prüfungsmethode/n

Online-LV-Teilnahme: Mitarbeit/Kurzpräsentationen, schriftliche Abschlussarbeit (Minimum 12-15 Seiten) –  dabei kann bei der Themenwahl ein individueller Fokus gesetzt werden.

Prüfungsinhalt/e

Die Note setzt sich zusammen aus der Kurzpräsentation, der schriftlichen Arbeit sowie der Mitarbeit/Anwesenheit (Online).

Beurteilungsschema

Note Benotungsschema

Position im Curriculum

  • Master-Lehramtsstudium Master Unterrichtsfach Deutsch (SKZ: 506, Version: 19W.2)
    • Fach: Forschen im Fach Deutsch: Medien und Literalität (Wahlfach)
      • DEO.001 Fachwissenschaftliches MA-Seminar: Medien und Literalität ( 2.0h SE / 4.0 ECTS)
        • 516.301 Fachwissenschaftliches MA-Seminar: Medien und Literalität (2.0h SE / 4.0 ECTS)
          Absolvierung im 1., 2. Semester empfohlen

Gleichwertige Lehrveranstaltungen im Sinne der Prüfungsantrittszählung

Wintersemester 2022/23
  • 516.301 SE Fachwissenschaftliches MA-Seminar: Medien und Literalität (2.0h / 4.0ECTS)
Wintersemester 2021/22
  • 516.301 SE Fachwissenschaftliches MA-Seminar: Medien und Literalität (2.0h / 4.0ECTS)