160.335 (19W) Posttraumatische Störungen: Intervention zwischen Stabilisierung und Konfrontation

Wintersemester 2019/20

Anmeldefrist abgelaufen.

Erster Termin der LV
16.12.2019 11:00 - 16:30 O.0.01 On Campus
... keine weiteren Termine bekannt

Überblick

Lehrende/r
LV-Titel englisch
Psychotraumatology in the midst of stabilizing and confronting
LV-Art
Vorlesung-Seminar (prüfungsimmanente LV )
Semesterstunde/n
2.0
ECTS-Anrechnungspunkte
4.0
Anmeldungen
31 (35 max.)
Organisationseinheit
Unterrichtssprache
Deutsch
LV-Beginn
16.12.2019
eLearning
zum Moodle-Kurs
Anmerkungen

Aufnahmebedingungen

Teilnahme an mindestens einer Veranstaltung zu basalen Konzepten der Psychotraumatologie. Beschäftigung mit der Thematik anhand wenigstens eines Artikels aus Maercker oder Reddemann 2016 wird empfohlen.

Referatsthemen:   
Es besteht die Möglichkeit, sich anhand einiger Filme oder Büchern auf Themen des Seminars vorzubereiten.
1. Akute Traumatisierung und deren Folgen am Beispiel des Films „Extrem laut, unglaublich nah“ . Hier wird die Geschichte eines Jungen erzählt, dessen Vater bei 9/11 umkommt.  
2.Kriegstraumata und deren Therapie mit Hilfe des Films „Das Wunder von Bern“ , erzählt einfühlsam die Geschichte eines Kindes, dessen Vater aus dem Krieg traumatisiert zurückkehrt und zeigt eindrücklich die posttraumatische Belastungsstörung und deren Folgen.
3. Traumatisierung durch die NS Zeit und die Folgen:  Maja Haderlap: „Engel des Vergessens“ erzählt von der Verfolgung der Kärntner Slowenen im 3. Reich aus der Perspektive der Enkelin und ist insofern ein Buch über Kindheitstraumatisierungen in der 3. Generation und deren Verarbeitung bzw. Nichtverarbeitung in allen drei Generationen.
4. Kindheitstraumata:  Der Film „Frida“ berichtet vom Leben der Malerin Frida Kahlo und zeigt, wie diese Frau mit ihren schweren Traumatisierungen in Kindheit und Jugend sowie dem daraus resultierenden Leiden mit Hilfe der Kunst überlebte. Mögliches Referats-Thema: Künstlerische Therapien in der Traumatherapie.
5. Thema: Resilienz -und Ressourcenorientierung in der Traumatherapie:  Bei dem Film „Amelie“ geht es um Resilienzfaktoren, die anhand des Buches „Überlebenskunst“ der Ref. untersucht werden können.
6. Täterintrojekte: Bei „The Kid“ geht es um einen Mann, der als Erwachsener völlig unemotional und uneinfühlsam mit seiner Umgebung umgeht.
Thema: es sollte eine Verknüpfung zu den frühkindlichen Traumatisierungen hergestellt werden, sowie indirekt die Arbeit mit dem „jüngeren verletzten Anteilen“ und „Täterintrojekten“ wie sie in den Büchern „Imagination als heilsame Kraft“ und „Psychodynamisch imaginative Traumatherapie“ dargestellt sind, als teils stabilisierende, teils „kausale“ Psychotherapie einer Traumafolgestörung.
Emotionale Vernachlässigung und die Folgen: Im Film „Wer früher stirbt ist länger tot“, geht es um einen Jungen, der durch den Tod seiner Mutter und Vernachlässigung traumatisiert ist und wie er dies bewältigt. Völlig anders dargestellt wird das Thema der emotionalen Vernachlässigung und daraus resultierender Bindungsstöroung im Film „Der Junge mit dem Fahrrad“  

Weitere Vorschläge der Teiln. zu entsprechenden Filmen und zu Literatur, die sich mit Traumatisierungen und deren Heilung beschäftigen, sind willkommen. Die Übernahme von Referaten in Gruppen wird dringend empfohlen.

Kontaktaufnahme mir der Lehrbeauftragten unter:   l.reddemann@t-online.de  


Zeit und Ort

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LV-Beschreibung

Intendierte Lernergebnisse

Neuere Erkenntnisse der Psychologie und Neurobiologie der Psychotraumatologie und daraus abgeleitet, traumatherapeutische Verfahren und deren Indikation kennen-und verstehen lernen.

Lehrmethodik inkl. Einsatz von eLearning-Tools

Theorie-Input, praktische Übungen, Filme und deren Reflexion bezogen auf die Veranstaltungsthematik.

Inhalt/e

Vermittlung von Grundlagen der Psychotherapie in der Behandlung von Menschen mit Traumafolgestörungen. Beschäftigung mit Indikationen und Kontraindikationen verschiedener psychotraumatologischer Behandlungs-Konzepte.

Literatur

Maercker, A. Hrsg. (2013) Posttraumatische Belastungsstörungen. 4., vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage. Springer, Berlin-Heidelberg. Reddemann, L.(2016) Imagination als heilsame Kraft, überarbeitete Neuauflage. Klett-Cotta, Stuttgart 21. Auflage 2019. Reddemann, L., Woeller W. (2017) Komplexe Posttraumatische Belastungsstörung, Hogrefe

Krüger, A., Reddemann L. (2008)Psychodynamisch imaginative Traumatherapie mit Kindern und Jugendlichen. Klett Cotta, Stuttgart Reddemann, L. (2006) Überlebenskunst, Klett-Cotta. Reddemann, L. (2015) Kriegskinder und Kriegsenkel in der Psychotherapie. Klett-Cotta

Einige Artikel zu den Themen Täterintrojekte sowie transgenerationale Weitergabe von Trauma können angefordert werden. 

Prüfungsinformationen

Im Fall von online durchgeführten Prüfungen sind die Standards zu beachten, die die technischen Geräte der Studierenden erfüllen müssen, um an diesen Prüfungen teilnehmen zu können.

Prüfungsmethode/n

Eine mindestens 10 Seiten umfassende Arbeit zu einem der vorgeschlagenenFilme/Bücher unter Bezugnahme auf die Inhalte des Seminars und Reflexion. Oder eine mindestens 10 Seiten lange Arbeit zu einem Thema, das mit der Referentin abgesprochen wird und in einem Bezug zum Seminar steht.
Alternativ ein 1-stündiges Referat zu einem Thema mit Bezugnahme auf die Inhalte des Seminars nach Absprache mit der Referentin.


Beurteilungsschema

Note Benotungsschema

Position im Curriculum

  • Masterstudium Psychologie (SKZ: 840, Version: 12W.4)
    • Fach: Vertiefung Klinische Psychologie, Gesundheitspsychologie und Psychotherapie (15W) (Wahlfach)
      • Vertiefung Klinische Psychologie, Gesundheitspsychologie und Psychotherapie A ( 0.0h VS / 4.0 ECTS)
        • 160.335 Posttraumatische Störungen: Intervention zwischen Stabilisierung und Konfrontation (2.0h VS / 4.0 ECTS)

Gleichwertige Lehrveranstaltungen im Sinne der Prüfungsantrittszählung

Diese Lehrveranstaltung ist keiner Kette zugeordnet